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Akteure sorgen für Gänsehaut

Am 3. Juli fanden sich die beiden musikalischen Formationen der Schlichemtal-Gemeinde, der Katholische Kirchenchor und der Musikverein Hausen am Tann, wieder zu einem Kirchenkonzert unter dem Motto „CHORMUSIKVEREINT“ zusammen. In ihrer Begrüßung kündigte die erste Vorsitzende des Musikvereins Maria Schewe „stimmungsvolle Lobgesänge, berührende Solovorträge und Musik, die wie ein Gebet klingt“ an, und versprach damit nicht zu viel.

Eindrucksvoll eröffnete der Hausener Kirchenchor den Konzertabend mit den a cappella Christusgesängen „Ubi caritas et amor“ und „Jesus, an dich glaube ich“ und bestätigte einmal mehr den guten Ruf, der diesem recht kleinen Chor vorauseilt. Auch bei den folgenden Marienlob-Liedern „Rosa vernans caritatis“ und „Ave Maria“ des zeitgenössischen Komponisten Karl Jenkins ließen die Sängerinnen und Sänger, am Klavier begleitet von Daria Pflumm, keinen Zweifel an ihrer Musikalität aufkommen. Schwungvoll und dynamisch präsentierte der Chor gleich zu Beginn seines dritten Themenblocks „Gottesverehrung“ als Höhepunkt „Exsultate, jubilate“ von Karl Jenkins. Die Zuhörer lauschten begeistert den Tempowechseln, durch die Chordirektor Winfried Neher seine Sängerinnen und Sänger sicher führte. Vielstimmig und dynamisch sehr fein intoniert meisterte der Chor auch die folgenden Stücke „In Paradisum“ und „Nunc dimittis“, bei dem Nathalie Stotz ein gefühlvolles Solo sang, bevor der Kirchenchor seinen Part mit „How beautiful“ von Twila Paris beendete. In seinem Konzertteil brachte der Chor ein breites Spektrum seines Könnens zu Gehör, präsentierte Lieder mit deutschen, englischen und lateinischen Texten unterschiedlichster Stilrichtungen, und wurde vom Publikum für diese Leistung mit langanhaltendem Applaus belohnt.

Mit dem Stück „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven eröffnete dann der Musikverein Hausen am Tann feierlich und kraftvoll den zweiten Teil des Konzertes und bewies, wie zuvor bereits der Kirchenchor, dass die Qualität der Musikvorträge nicht unbedingt von der Anzahl der Sänger bzw. Musiker abhängt. Mit dem „Halleluja“ aus dem Messias von Georg Friedrich Händel stellten die einzelnen Register des Musikvereins, unter der dynamischen Leitung von Gabor Fehervari ihre Fingerfertigkeit unter Beweis. Tief Luft holen musste das Publikum nach dem Stück „Einsamer Hirte“ von James Last, welches Teresa Schewe an der Querflöte mit viel Gefühl intonierte und für Gänsehaut bei den Zuhörern sorgte. Mit dem „Alphornzauber – Erinnerungen an Altrei“ entführten die Musikerinnen und Musiker dann das Publikum in die Bergwelt Südtirols; Heinrich Schewe präsentierte dabei das Solo auf dem Alphorn. Eigens für seine Kapelle arrangierte Dirigent Gabor Fehervari „Das Lied vom Tod“. Die bekannte Melodie wurde von Thomas Neher an der Trompete, dezent unterstützt vom Musikverein, klanglich und dynamisch eindrucksvoll dargeboten. Auch beim Stück „The Rose”, begleitet am Klavier von Selina Dreher, lauschten die Zuhörer den Musikerinnen und Musiker gebannt. Ebenso ging das letzte Stück “The Prayer“, bei dem sich Kirchenchor und Musikverein dann auch tatsächlich „vereinten“, nochmals unter die Haut. Emotional und gleichzeitig kraftvoll gesungen von Selina Dreher vom Musikverein und Martin Benzing vom Kirchenchor, gefühlvoll begleitet vom Musikverein, ein wahrer Genuss für die Zuhörer und Gänsehaut pur.

Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen bei allen Mitwirkenden für ein wahrlich gelungenes und besonderes Gemeinschaftskonzert der Hausener Akteure. Mit der Zugabe „Amazing Grace“ setzten Sänger und Bläser dann einen gemeinsamen gefühlvollen Schlusspunkt unter ein Konzert, welches das musikalische Niveau, auf dem in Hausen am Tann gesungen und musiziert wird, eindrucksvoll unter Beweis stellte.

 

 

 

 

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